Archivdatenbank der BBF

You are not logged in.

Archives

  • Tectonics is limited to your search, you can use the "+" to show the normal archive tree.
  • BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung - Archiv
    • A. Historisches Archiv
    • B. Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR
      • Nachlässe, Vorlässe, Teilnachlässe und Personenfonds
        • AGERTH Käte Agerth
        • ROSE Gertrud Rosenow

          Vollansicht Inventory

          Signatur: ROSE
          Name: Gertrud Rosenow
          Laufzeit: 1899 - 1975
          Beschreibung: Gertrud Rosenow (*28.12.1888 †10.11.1976) war eine Pädagogin, die sich vor allem in den Fächern Deutsch und Englisch ansiedelte. Sie wirkte vor allem im Bereich des Neulehrerprogramms und als Mitglied der pädagogischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.
          Schon ihr Vater war Lehrer an ihrer Dorfschule. Ab dem Jahr 1906 besuchte Rosenow das königliche Lehrerinnenseminar, welches sie 1908 abschloss. Kurz darauf begann sie ihre Tätigkeit als Lehrerin in den Fächern Deutsch, Englisch und Geschichte an der Gemeindeschule Rixdorf. Ab 1912 wurde Rixdorf zu Berlin-Neukölln. Die Gemeindeschule wurde jedoch 1916 aufgelöst. Nebenberuflich machte Gertrud Rosenow ihr Abitur. Dann ging sie für eineinhalb Jahre nach England um später in Berlin an der Friedrich-Wilhelm-Universität Pädagogik, Philosophie, Englisch und Deutsch zu studieren. Im Jahr 1922 folgte an der Universität Würzburg ihre Promotion. Fünf Jahre später leitete sie als Rektorin die II. Mädchenschule Berlin-Neukölln. Zwei Jahre darauf zu 1927 folgten Reisen in Frankreich und Finnland, um die dortigen Schulverhältnisse zu studieren. Bis 1929 nahm sie an der Herausgabe von den Lesebüchern „Deutsche Erde und „Rosenow-Thede teil. Hierauf folgte die Position als Landschulrätin im Landkreis Halle. Dies war zu dieser Zeit etwas Besonderes, da Gertrud Rosenow das Amt als erste Frau bekleidete. Gleichzeitig wurde sie Mitglied des "Bundes Entschiedener Schulreformer" oder auch im „Volksbund für neue Erziehung genannt. Im Jahr 1931 wurde sie nach Berlin als Regierungs- und Schulrätin der Abteilung Volks- und Mittelschulen am Provinzialschulkollegium delegiert, wobei sie sich zusätzlich ehrenamtlich in der Erwachsenenbildung an der Volkshochschule, sowie Diesterweghochschule betätigte. Am 31. März 1933 wurde Rosenow aus ihrem Amt enthoben, woraufhin sie bis 1941 keine Stellung innehatte. So wurde sie erst zu Kriegszeiten als Vertretung auf Widerruf an der Mittelschule Schöneberg wieder eingestellt. Die Schule wurde 1943 nach Wiherschau bei Klatta, dann nach Lettin bei Pilsen verlagert, wodurch Rosenow mitziehen musste. Zu 1945 zog die Schule weiter nach Bayern. Nachdem der Krieg vorbei war, nahm Rosenow im November 1945 eine Stelle als Dozentin am Pädagogischen Institut der Stadt Berlin an. Ab 1946 war Rosenow mit der Planung des Neulehrerprogramms vertraut, da sie Leiterin des Amtes Lehrerbildung des Hauptamtes Schulwesen in der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung wurde. Währenddessen dozierte Rosenow im Fach Deutsch, an der neu gegründeten Pädagogischen Fakultät an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahr 1948 wurde sie als Professorin berufen und benannt um die Schulpraktika, sowie die Neulehrerfortbildung zu beaufsichtigen. 1951 folgte die Ernennung zur Direktorin des Instituts der Unterrichtsmethodik, sowie die Tätigkeit als Professorin mit vollem Lehrauftrag in der Methodik des Deutschunterrichtes. Währenddessen war Sie 1952 Mitbegründerin des „Schwelmer Kreiseses. In dem Zeitraum von 1953 bis 1954 widmete sich Rosenow dem Forschungsauftrag „Verständnis des Mittelstufenkindes für die Dichtung. Daraufhin folgte im September 1956 die Emeritierung Rosenows. Vier Jahre später erhielt sie den Titel „Dr. paed. h. c." der Pädagogischen Fakultät der Humboldt-Universität. Zu 1972 wurde sie Mitglied der Jury für das Kinder- und Jugendbuch im Ministerium für Kultur der DDR. Vier Jahre darauf verstarb Gertrud Rosenow.

          Der Zeitraum der Übernahme des Nachlasses ist überwiegend unbekannt. Ein genauer Zeitpunkt ist nur für eine spätere Nachlieferung anzugeben, die gemeinsam mit dem Nachlass von Bodo Friedrich im Jahr 2009 in das Archiv der BBF übernommen wurde.
          Der Nachlass von Gertrud Rosenow enthält Unterlagen aus ihrer Tätigkeit als Lehrerin und aus der Lehrtätigkeit an der Humboldt Universität zu Berlin sowie zur Kinder- und Jugendliteratur. Der Bestand ist vollständig über ein gedrucktes Findbuch erschlossen. Die Nachlieferung ist in der Datenbank verzeichnet.

          Altsignatur
          0.4.08.

          Weiterführende Archivalien
          SCHATT, Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
          Umfang: 3,00 lfm
          Bemerkung: Für die Benutzung der Unterlagen findet das Bundesarchivgesetz Anwendung. Darüber hinausgehende besondere Vereinbarungen mit den Eigentümern privater Unterlagen bleiben unberührt.
          Rechtsstatus: Depositum / Eigentum
          Reference: Rosenow, Gertrud | 1889-1976
        • ALT Robert Alt
        • BAUER Franz Bauer
        • BELLIN Rudolf Bellin
        • BRUMME Johannes Brumme
        • DIESEL Charlotte Diesel-Behncke
        • DIETR Gerhard Dietrich
        • DONATH Rudolf Donath
        • ELLR Karl Ellrich
        • FRÖBEL Friedrich Fröbel
        • HARTIG Rudolf Hartig
        • HEISE Wilhelm Heise
        • HOFF Karl Hoffmann
        • KRETSCH Herta Kretschmer
        • LANGE Eduard und Edmund Lange
        • LOE Hans Löffler
        • MADER Oskar Mader
        • MATTE Max Matte
        • MUMM Reinhard Mumm
        • MUND Gerda Mundorf
        • SCHÄFR Renate Schäfer
        • SCHÄFS Susanne Schäfer
        • SCHMIDT-WALTER Herbert Schmidt-Walter
        • SCHOLZE Friedrich Theodor Scholze
        • SCHÜR Klara Schürmann
        • SCHWARZ Sigrid Schwarz
        • SEYF Richard Seyfert
        • SIEB Hans Siebert (Teil 1)
        • SOTH Karl Sothmann
        • TORA Adelheid Torhorst
        • TORM Marie Torhorst
        • TRINKS Karl Trinks
        • WOLF Walter Wolf
    • C. Bestandszuwachs seit 1992
    • D. Institutsarchiv des DIPF